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Ästhetische Medizin

Als Ziel der Ästhetischen Medizin gilt zunehmend, Menschen zu natürlicher, typgerechter Schönheit zu verhelfen, die ihre Persönlichkeit unterstreicht, gleichzeitig aber ihre charakteristischen Merkmale und eigene Identität bewahrt. Bei der klinischen Forschung in diesem speziellen Feld der Dermatologie liegt der Fokus besonders auf der Sicherheit und Verträglichkeit neuer Behandlungsverfahren.

Kosmetikwissenschaft

Klinische Studien in der ästhetischen Medizin

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach ästhetischen Behandlungen enorm gestiegen. Das Spektrum der Behandlungen umschließt dabei nicht nur Hautalterungszeichen wie Falten, Volumenverlust, Pigmentunregelmäßigkeiten oder schlaffe Haut, sondern auch verschiedene Aspekte der Körperformung oder auch vaskuläre Veränderungen. Hierbei handelt es sich häufig um nicht- oder minimal-invasive Behandlungen, die ohne große Ausfallzeiten der Patienten angewendet werden können. Die Zulassung der eingesetzten Medizinprodukte und Wirkstoffe unterliegt dabei den gleichen strengen gesetzlichen Auflagen wie in anderen Bereichen der Medizin.

Da viele ästhetische Behandlungen aus medizinischer Sicht nicht notwendig sind, ist es umso wichtiger, dass diese Behandlungen vor allem sicher sind und ein geringes Risikopotential für den Patienten aufweisen. Ein besonderer Fokus der klinischen Forschung liegt deshalb auf der Sicherheit und Verträglichkeit neuer Behandlunsgsverfahren.

Auch wenn es mittlerweile eine kaum noch überschaubare Anzahl an Behandlungsverfahren in der ästhetischen Medizin gibt, lassen sich diese aus Sicht der klinischen Forschung grob in Arzneimittel zur Verminderung mimischer Falten, injizierbare Implantate zum Auffüllen von Falten und Volumenmangel sowie energiebasierte Geräte für verschiedenste Indikationen einteilen. Operative Maßnahmen wie Gesichts- und Bruststraffungen oder Liposuktionen spielen aus Sicht der klinischen Forschung hingegen nur eine untergeordnete Rolle.

Hautalterung

Wie altert Haut?

Hautalterung kann in zwei Formen unterteilt werden. Dabei unterscheidet man die extrinsische und intrinsische Hautalterung voneinander. Intrinsische Hautalterung wird auch als der natürliche Hautalterungsprozess bezeichnet, der durch hormonellen Einfluss sowie eine genetische Veranlagung beeinflusst wird. Das äußere Erscheinungsbild ist geprägt durch einen gesteigerten Elastizitätsverlust und das Auftreten von feinen Fältchen. Die Haut zeigt sich verdünnt mit durchscheinenden vaskulären Strukturen und Rötungen. Häufig ist die Barrierefunktion der Haut gestört, weshalb es verstärkt zu Irritationen, Rauheit, Trockenheit und schuppiger Haut kommt. Intrinsisch gealterte Haut zeichnet sich oft durch eine blasse Hautfarbe aus und zeigt in der Regel keine auffälligen Pigmentverschiebungen.

Dieser natürliche Alterungsprozess wird durch die extrinsische Hautalterung überlagert. Die extrinsische Hautalterung wird als vorzeitige Hautalterung beschrieben, die durch äußere Einflüsse hervorgerufen wird. Zu den Einflussfaktoren zählen klimatische Faktoren, Rauchen, individuelle Lebensführung und Ernährung, wobei mehr als 80 % der sichtbaren Zeichen der vorzeitigen Hautalterung durch die schädigende Wirkung von UV-Strahlung beeinflusst wird. Das äußere Bild der extrinsischen Hautalterung zeigt sich durch einen deutlichen Elastizitätsverlust und Schlaffheit der Haut. Die Hautstruktur ist verdickt, lederartig gegerbt und zeigt das Auftreten tiefer Falten und Furchen. Durch den massiven Einfluss von UV-Strahlung kommt es bei vorgealterter Haut vor allem zu Pigmentstörungen und einem vermehrten Auftreten von dunklen Altersflecken. Die extrinsische Hautalterung verstärkt die intrinsischen Alterungsphänomene und zeigt sich dabei verstärkt in sonnenexponierten Arealen wie zum Beispiel dem Gesicht oder den Händen.

Botulinumtoxin

Behandlung mimischer Falten

Zur temporären Minimierung mimischer Falten wird in der Regel Botulinumtoxin Typ A eingesetzt, vielen besser bekannt unter dem Markennamen Botox®. Es handelt sich hierbei um einen Arzneimittelwirkstoff, der seit den 1980er-Jahren vor allem in der Neurologie zur Behandlung verschiedener Bewegungsstörungen wie zum Beispiel Spastiken eingesetzt wird. Im Jahr 2006 erhielt der Wirkstoff erstmalig die Zulassung für die Behandlung einer ästhetischen Indikation, nämlich der Glabellafalte (Zornesfalte). Seither wurde das Arzneimittel auch für die Behandlung andere mimischer Falten, zum Beispiel der Stirn- und Augenfalten zugelassen.

Botulinumtoxin wird in sehr geringen Dosen in den Muskel injiziert und hemmt dort die Freisetzung von Acetylcholin. Dieser Botenstoff ist normalerweise für die Reizübertragung wichtig und leitet Bewegungssignale an den Muskel weiter. Durch die Hemmung der Signalübertragung von Nervenzellen auf Muskelzellen kommt es innerhalb wenige Tage nach der Behandlung zu einer vorübergehenden Muskelentspannung im behandelten Areal. Die Kontraktion des Muskels wird schwächer oder fällt ganz aus, sodass die Falten reduziert und geglättet werden. Die Therapie eignet sich insbesondere für die Behandlung von mimischen Falten, also Falten, die durch Bewegung entstehenden. Der klassische Anwendungsbereich sind Falten des oberen Gesichtsdrittels, also um die Augen und auf der Stirn. Der Effekt hält je nach injizierter Menge und Patient etwa 3 bis 6 Monate an.

Ohne Probanden wäre medizinischer Fortschritt nicht möglich. Mit der Teilnahme an wissenschaftlichen Studien tragen Studienteilnehmer maßgeblich zur Weiterentwicklung und Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten bei.

Dr. Nils Krüger, Geschäftsführer

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Im Jahr 2018 ließen Frauen 92% der ästhetischen Behandlungen durchführen.

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Der Markt für ästhetische Medizin wird alleine in den USA auf mehr als 15 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt.

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Mit 16,4 % ist die Faltenglättung mit Botulinumtoxin die häufigste ästhetische Behandlung in Deutschland.

Füllmaterialien

Gewebeaugmentation mit Fillern

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut: Kollagen- und elastische Fasern degenerieren und die polsternde Fettschicht unter der Haut schwindet. Die einzelnen Hautschichten werden insgesamt dünner und es entstehen flächige Volumendefizite und Falten. Zur Behandlung werden in der Regel injizierbare Füllmaterialien eingesetzt, die Falten und verlorengegangenes Gewebe wieder auffüllen. Das mit Abstand am häufigsten eingesetzte Füllmaterial ist dabei Hyaluronsäure. Weitere Präparate basieren auf Calcium-Hydroxylapatit, Polycaprolacton oder Poly-L-Milchsäure.

Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der sich neben der Haut an vielen weiteren Stellen im menschlichen Körper finden lässt. Wenn Hyaluronsäure als injizierbares Füllprodukt verwendet wird, besteht es aus sich wiederholenden langen Zuckerketten, die quervernetzt sein können. In Europa sind derzeit weit mehr als 100 verschiedene Hyaluronsäure-Präparate zugelassen. Die Produkte unterscheiden sich durch die Konzentration und Partikelgröße der enthaltenen Hyaluronsäure und die Menge und Art der Quervernetzung. Durch die Flexibilität der biochemischen Produktfertigung können Präparate für unterschiedliche Indikationen hergestellt werden. Füllmaterialien auf Hyaluronsäure-Basis eignen sich deshalb für alle Arten der Volumenaugmentation und Faltenbehandlung.

Obwohl Hyaluronsäure schon heute als das am besten untersuchte Füllmaterial gilt, werden weiterhin neue Indikationen und Präparate erprobt. Ziel aktueller Studien ist es mit einer Kombination aus Füllpräparat und geeigneter Injektionstechnik einen möglichst langanhaltenden Behandlungseffekt zu erzielen, der sicher und gleichzeitig wirksam ist. Hyaluronsäure wird dazu in oder unter die Haut injiziert und soll so Volumendefizite ausgleichen. Der so erzielte Effekt kann je nach verwendetem Präparat mehrere Monate oder gar Jahre anhalten. Hyaluronsäure hat als einziges Füllmaterial den großen Vorteil, dass unerwünschte Behandlungseffekte mit dem Enzym Hyaluronidase rückgängig gemacht werden können.

Geräte

Hautstraffung, Körperformung und Entfernung unerwünschter Pigmente und Haare

Ein wachsender Trend in der ästhetischen Medizin ist der Einsatz von Geräten, die verschiedene Formen physikalischer Energie nutzen. Neben Licht gehören dazu auch Schallwellen, Kälte, elektromagnetische Wellen oder Ultraschall. Licht in Form von Lasern oder Blitzlampen wird aufgrund seiner geringen Eindringtiefe in die Haut vor allem eingesetzt, um störende Körperbehaarung, Pigmentflecken, Tattoos oder Äderchen zu entfernen. Hochfrequente elektromagentische Wellen sollen gezielt Kollagenfasern in der Haut straffen, während Kälte in Form der Kryolipolyse genutzt wird, um Körperfett punktuell zu reduzieren. Schall kann als fokussierter Ultraschall eher oberflächlich eingesetzt werden, um durch gezielte Verletzung die Neubildung von Bindegewebe anzuregen, oder in Form von hörbaren Stoßwellen Cellulite und Fettgewebe zu reduzieren. Ein gemeinsames Ziel vieler Verfahren ist, dass der jeweilige Effekte in der Haut oder im Körper erreicht werden soll, ohne die oberste Hautschicht zu verletzen und so Wunden entstehen zu lassen.

Aktuelle Studien

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